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Karlheinz Fingerhut 
Kennst du Franz Kafka?

Was für ein komischer Kauz muss dieser Kafka wohl gewesen sein, dass kaum ein Lehrer so recht weiß, wie ihn vermitteln. Dabei ließen sich Kafkas Texte mit Träumen vergleichen, und die kennt doch jeder.
Karlheinz Fingerhut ermöglicht in diesem Buch einen leichteren Zugang zum Menschen Kafka und zu seinen teils verwirrenden Werken.

Bader, Hans

Bader, Hans

aus Köthen/Anhalt

Hans Bader wurde 1936 geboren. Das war das Jahr, als gerade die Olympischen Spiele in Berlin stattfanden. Kein Wunder, dass er sich später so für Leichtathletik interessierte und dies aktiv betrieb.
Als 9-jähriger musste er die Bombenangriffe auf seine Geburtsstadt Köthen miterleben. Umso schöner fand er es, als er nach der schrecklichen Zeit endlich wieder zur Schule gehen durfte.
Deutsch wurde zu seinem Lieblingsfach. Besonders die Literatur hatte es ihm angetan und die Schönheit der deutschen Sprache. Früh stand deshalb für ihn fest, dass es unbedingt ein Germanistik- oder Journalistikstudium sein sollte. Er entschied sich für zweiteres.

An der Hochschule in Leipzig traf er Reiner Kunze, welcher uns heute als Lyriker bekannt ist. In dessen Seminaren übte er 2 Jahre das Schreiben, bevor Kunze 1959 aus politischen Gründen sein Lehrauftrag entzogen wurde. Die kluge Diskussion, die dichte Sprache, die in seinen Gedichten zu eindringlicher Poesie gestaltet ist, imponierte Hans Bader sehr und blieb bis heute unvergessen im Gedächtnis.
Das Praktikum absolvierte er bei der Zeitung „Freiheit" in Halle. Dort arbeitete Bader mit dem Kulturredakteur Erik Neutsch zusammen. Von ihm lernte er, wie man sich Informationen besorgt, Leute befragt, Artikel und Reportage schreibt. Bis heute war dies ein wichtiger Abschnitt in seinem Leben, der seine Liebe zur Literatur und Sprache kennzeichnete.
Nach zwei Jahren brach er das Studium der Journalistik ab, absolvierte eine Lehre als Buchhändler, arbeitete mehrere Jahre erfolgreich in diesem Beruf und gründete eine Familie. Nebenbei engagierte er sich „Im Zirkel schreibender Arbeiter", wo man Texte gegenseitig achtungsvoll und offen diskutierte.
Irgendwie füllte der Beruf Hans Bader nicht wirklich aus. Er verspürte immer noch eine andere Leidenschaft in sich. Die Philosophie. Also entschloss er sich kurzerhand für ein Fernstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle/Wittenberg. Ach oh weh, was war das für ein Geschrei, als Frau und Kind davon erfuhren.
Trotz allem ließ er sich davon nicht abhalten und promovierte sogar.
Nach dem Studium arbeitete er bis 1990 als Hochschuldozent an der Technischen Hochschule Köthen und lehrte nach der Wiedervereinigung an verschiedenen Schulen für Erwachsenenbildung in Köthen und Umgebung.
Obwohl ihm die Literatur, das Lesen, das Schreiben, die Natur und die Philosophie so ans Herz gewachsen waren, führte ihn die Lehrtätigkeit auf Wege, die seinen Vorlieben nur wenig Zeit einräumten.

Heute ist er Rentner und kann all seinen Interessen nachgehen. Er lebt mit seiner Frau in einer Wohnung in Köthen und arbeitet täglich in seinem Schrebergarten. Seine dutzend Bücher, die auf seinem Nachtschrank liegen, hat er innerhalb von wenigen Tagen durch und seine Wahl der Literatur als auch seine leidenschaftlichen Kochkünste sind von äußerst gutem Geschmack.
Neben seiner aktiven Tätigkeit in der Fruchtbringenden Gesellschaft in Köthen plant er ein Buch über technische Philosophie zu veröffentlichen.