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Christina Lange und Florian Russi

Restaurant Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten

Restaurant Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten

Herbert Kihm

Der dreiundneunzigste Geburtstag-oder Dinner for six

Es gibt einige wenige Dinge im Leben, die es verdienen sollten, dass man dem Ausspruch Oskar Wildes Rechnung trägt: „Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste."

Ein solcher Anlass könnte zum Beispiel ein dreiundneunzigster Geburtstag sein, den man im Kreise der Familie feiern möchte.

Eine der besten Empfehlungen dazu ist das Restaurant Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, wo Christoph Rüffer als „Maitre de Cuisine" regiert.

Christoph Rüffer wurde durch die Fernsehsendung „Essen wie Gott in Deutschland" dazu angeregt, Koch zu werden. Seine Ausbildung machte er ab 1989 im Sheraton Hotel in Essen. 1992 wechselte er zum Restaurant Le Gourmet unter Otto Koch in München und 1994 zum Hotel Rsidence unter Henri Bach in Essen. 1996 ging er nach Baiersbronn, erst zu Harald Wohlfahrt als Demi-Chefde Partie in dessen Drei-Stern-Restaurant Schwarzwaldstube, dann 1997 als Chef de Partie in das Restaurant Bareiss. 1998 wechselte er dann als Souschef erneut nach Essen ins Rsidence. Nach einer Küchenmeisterausbildung erkochte er 1999 im Fährhaus Munkmarsch in Sylt als Küchenchef seinen ersten MicheLin-Stern und 17 Gault-Mil lau-Punkte.

eit Juni 2002 ist er Küchenchef im Restaurant Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten, das seit Jahren im Guide Michelin und Gault-Millau prämiert wird. 2012 wurde er mit dem zweiten Michelin-Stern und 2014 mit 19 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt Rüffer zudem die Auszeichnung "Koch des Jahres" vom Gault Millau (wikipedia). er Service ist diskret und von unaufdringlicher Aufmerksamkeit und der sympathische üchenchef lässt es sich nicht nehmen, mit seinen Gästen ins Gespräch am Tisch zu kommen.

Nach einem dreimaligen Gruß aus der Küche, der die Vorfreude auf die eigentliche Menüfolge
deutlich steigerte, servierte man der ersten Gang, eine Kreation bestehend aus Jacobsmuschel mit Topinambur, Bergamotte & Kardamomvinaigrette.

Die Schaumsuppe von gerösteten Maronen mit gehobeltem Prigord Trüffel bildete einen perfekten Übergang zu dem Seezungenfilet mit Taschenkrebsen aus Etretat.

Den Fleischgang, Rinderfilet mit Sauce Barnaise, Frühlingsgemüse und Rotweinschalotten, muss man schlicht als unübertroffen bezeichnen. Das Filet war absolut auf den Punkt gebraten und von makelloser Qualität.

Der Schokoladenauflauf mit Beerenfrüchten und Himbeereis, den wir als Dessert genossen, war der süße Endpunkt dieses wahrlich meisterhaften Menüs.

Ein Essen im Haerlin ist nicht nur ein Erlebnis für die Zunge sondern auch für das Auge. Die gebotenen Geschmacksnuancen sind einmalig, ebenso das Arrangement der Speisen. Als nicht professioneller (ein Unterschied zu einem „unprofessionellen"!) Genießer, kann ich mir nicht vorstellen, wie der Unterschied zu einer "‘ Gastronomie aussehen sollte - verdient wäre ehr; der dritte Stern.

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Bild: Das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, Autor: Garitzko, public domain, via wikipedia commons

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