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Gefangen im Netz der Dunkelmänner

Berndt Seite, Annemarie Seite und Sibylle Seite

Berndt Seite und seine Familie möchten sich die »Stasi« von der Seele schreiben, um nicht ein Leben lang mit der DDR-Diktatur konfrontiert zu bleiben. Der Text soll einen Beitrag zur Aufarbeitung der SED-Diktatur leisten. 

Kontorhausviertel – Hamburgs UNESCO-Weltkulturerbe

Kontorhausviertel – Hamburgs UNESCO-Weltkulturerbe

Herbert Kihm

Skulpturen am Meßberghof
Skulpturen am Meßberghof

Das Kontorhausviertel ist seit 2015 zusammen mit der Hamburger Speicherstadt (2.Teil) und dem Chilehaus UNESCO-Weltkulturerbe. Prägende Elemente dieses Bereiches der Hamburger Altstadt sind die großen Kontorhäuser im Stil des Backsteinexpressionismus des frühen 20. Jahrhunderts.

Ursprünglich war dieses Gängeviertel mit seiner engen Bebauung von schmalen Gassen, Twieten und Fleeten durchzogen, wurde dann nach dem Hamburger Brand von 1842 und der verheerenden Choleraepidemie von1892 jedoch gründlich saniert. Der damalige Baudirektor Fritz Schumacher setzte dabei seinen Plan durch, das Areal mit großen Kontorhäusern zu bebauen, wobei jedes Gebäude einen individuellen Charakter erhalten sollte.


Typische Merkmale:

Die Gebäudekomplexe sind meist mit Kupferdächern gedeckt, Staffelgeschoße öffnen den Blick nach oben und vertikale Gliederungselemente lockern die Fassaden ebenso auf wie keramische Schmuckelemente.

Unter der Vielzahl der beachtenswerten Gebäude, die immer einen Besuch lohnen, seien hier nur einige wenige charakteristische Bauwerke aufgeführt:

Miramarhaus
Miramarhaus

Miramarhaus:

Das Gebäude war das erste Kontorhaus, das für die Handelsgesellschaft Miramar errichtet wurde. Auffallend die abgerundete Ecke, die stilprägend bei einigen folgenden Bauten wurde. Die Schmuckkeramiken erstellte der Künstler Richard Kuöhl. Richard Emil Kuöhl (* 31. Mai 1880 in Meißen; † 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe) war ein deutscher Bildhauer, der auch als „Architekturplastiker" bezeichnet wurde. 1912 folgte er einem seiner Dresdner Lehrer, dem Architekten Fritz Schumacher, nach Hamburg. Schumacher setzte dort eine Wiederbelebung des Backsteinbaus durch, er maß der Architekturplastik eine besondere Bedeutung zu. Kuöhl führte einen Großteil des Bauschmucks an Schumachers Staatsbauten aus(s. Hummelbrunnen, Hummel,Hummel, Mors,Mors).

Meßberghof
Meßberghof

Meßberghof:

Hans und Oskar Gerson errichteten das Gebäude zusammen mit dem Chilehaus. Benannte man das Haus ursprünglich nach Albert Ballin (s.Steubenhöft), wurde es 1938 umbenannt, da Ballin Jude war. Der ehemalige Eigentümer erklärte zwar auf Drängen 1997 seine Absicht, dem Gebäude seinen alten Namen wiederzugeben, doch ist dies bis heute nicht geschehen.

Montanhof
Montanhof

Montanhof:

Der große Klinkerbau zeigt viele dekorative Elemente der Kunstrichtung des Art déco. Dieses Design entstand in der Zeit von 1920 bis 1940. Der Name Art déco bezieht sich auf die Dominanz dekorativer Elemente mit stilisierten und flächigen florealen und organischen Motiven.

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Bildquellen:
- Vorschaubild: Kontorhausviertel Hamburg, aufgenommen von Highflyer.(Die weiß geschriebenen Gebäude gehören nicht zum Kontorhausviertel und sind nur zur weiteren Orientierung vermerkt, s. Vergrößerung). Urheber: Wolfgang Meinhart, Hamburg, CC-BY-SA 3.0 via wikimedia commons
- Skulpturen am Meßberghof in Hamburg-Altstadt. Urheber: Staro1, CC-BY-SA 3.0 via wikimedia commons.
- Das Miramarhaus, erbaut 1921 nach Entwürfen von Max Bach, ist das älteste Haus im Kontorhausviertel in Hamburg-Altstadt. Urheber: Staro1, CC-BY-Sa 3.0 via wikimedia commons.
- Hamburg, Meßberghof, Photo: Andreas Praefcke, CC-BY-SA 3.0 via wikimedia commons.
- - Montanhof im Kontorhausviertel in Hamburg-Altstadt. Urheber: Ajepbah via wikimedia commons.

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