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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hamburg im Lied

Hamburg im Lied

Herbert Kihm

Bei dem Stichwort „Hamburg" tritt sicherlich zuerst der Hafen, die Reeperbahn und St.Pauli vor das geistige Auge.

Zu Hamburg „gehören" in wahrsten Wortsinn jedoch auch seine Lieder, die diese Stadt besingen, mal nostalgisch, mal frivol, mal rockig, mal als Shanty, mal als Volkslied, oder eben als Rocksong. Hamburger Musiker zeigen Flagge und auf ihre Weise die unterschiedlichsten Facetten dieser faszinierenden Hafenstadt auf.

Zweifelsohne gehören solche Klassiker wie: „De Hamburger Veermaster" (Shanty), „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" (Hans Albers), „An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband „(Heidi Kabel), „Unter der roten Laterne von St. Pauli (Lale Andersen) ebenso dazu wie: „Der Junge von St. Pauli (Freddy Quinn), „Reeperbahn" (Udo Lindenberg) oder „Hamburg, meine Perle"(Lotto King Karl).

Den Wenigsten dürfte sicherlich das folgende Chanson von Edith Piaf jedoch bekannt sein.

Die große Sängerin Edith Piaf wurde am 19. Dezember 1915 in Paris geboren, hätte also in diesem Jahr (2015) ihren 100. Geburtstag. Wie in vielen ihrer Lieder spiegeln sich auch in seinem Chanson die Tragödien ihres Lebens wider, d.h. es zeigt viele autobiographische Bezüge.

Zum besseren Verständnis, hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts des Chansons:

Die Sängerin gibt darin ein Milieubild aus der Sicht einer Prostituierten im Hamburger Hafen. 

In den Refrains wird dabei betont, dass sich dies alles in Hamburg, aber ebenso in Santiago, White Chapel, Borneo, Rotterdam oder Frisco abspielen könnte.Der Refrain beschreibt darüber hinaus fiktive Gespräche mit den Matrosen :„Hello boy!You come with me?", - „Bis nachher Schatz!" oder „Au r'voir, p'tite gueule.." was man vielleicht sinngemäß mit „ Wiedersehen, mein Jüngelchen" übersetzen könnte.

In der ersten Strophe wird die melancholische Stimmung an den Kais unter dem regenverhangenen Himmel Hamburgs und die Sehnsucht nach Liebe der Matrosen beschrieben.Diese Sehnsucht kann von der Protagonisten erfüllt werden.

In der zweiten Strophe wird dann ein Zusammentreffen mit einem Matrosen näher besungen („il m'a fait crier de joie"), wobei die Sehnsucht nach Geborgenheit in dem Text ersichtlich wird („Laisse donc la mer et puis viens").

Die letzte Strophe schließlich schildert die reale Situation, dass sie dort lebt,wo sich die Matrosen amüsieren, dass sie dort ihre Haut mit offenen Armen zum Markte trägt( „Dans les bastringues à matelots

Que je trimballe encore ma peau")weil sie voller Liebe ist, weil sie zu viel Liebe für nur einen einzigen Jungen besitzt.

„C'est à Hambourg, à Santiago,
A White Chapel, ou Bornéo,
C'est à Hambourg, à Santiago,
A Rotterdam, ou à Frisco...

Hello boy ! You come with me ?
Amigo ! Te quiero mucho !
Liebling ! Komm doch mit mir !

C'est à Hambourg, au ciel de pluie,
Quand les nuages vont à pas lents,
Comme s'en vont les lourds chalands,
Le long des quais, crevant d'ennui,
C'est à Hambourg ou bien ailleurs
Qu'à tous les gars en mal d'amour,
Qu'à tous les gars, depuis toujours,
Moi j'balance du rêve en plein coeur...

C'est à Hambourg, à Santiago,
A White Chapel, ou Bornéo,
C'est à Hambourg, à Santiago,
A Rotterdam, ou à Frisco...

C'est à Hambourg, au ciel de pluie,
Qu'il a posé ses mains sur moi

 

Et qu'il m'a fait crier de joie
En me serrant fort contre lui,
M'a dit "je t'aime !" à plus finir,
"Laisse donc là tous tes marins !
Laisse donc la mer, et puis viens !
Moi, j'ai du bonheur à t'offrir..."
"Ma p'tite gueule..."

C'est à Hambourg, au ciel de pluie,
Dans les bastringues à matelots
Que je trimballe encore ma peau,
Les bras ouverts à l'infini...
Car moi je suis comme la mer,
J'ai l' coeur trop grand pour un seul gars,
J'ai l' coeur trop grand et c'est pour ça
Qu' j'ai pris l'amour sur toute la terre...

C'est à Hambourg, à Santiago
A White Chapel, ou Bornéo...
So long, boy...
Adios, amigo...
Bis nacher, Schatz...
...Au r'voir, p'tite gueule !... „


Und hier nun die unvergessene Edith Piaf mit : „C'est à Hambourg" (https://www.youtube.com/watch?v=o7aMPnuGVoA )

Bildquellen:
Das Museumsschiff Old Lady bei der Ankunft im Hamburger Hafen. Am linken Bildrand sind die beiden Museumsschiffe Cap San Diego und Rickmer Rickmers zu sehen. Rechts steht das Musicaltheater, in dem der "König der Löwen" aufgeführt wird., Seebeer, CC-BY-SA 3.0 via wikipedia commons
Edith Piaf, National Archif and Spaarnestad Photo, CC-BY-SA 3.0 Netherlands via wikipedia commons

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