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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hamborger Veermaster

Der "Hamborger Veermaster" ist ein Shanty von 1849. Die Strophen dieses Liedes sind auf Plattdeutsch und der Refrain ist Englisch.

Gesungen wurde dieser Shanty beim Segelhissen und zudem wurde er in den Liedschatz der Jugendbewegung (welche im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts stattfand) aufgenommen.

Es handelt sich um eine Adaption von "The Banks Of Sacramento" und die Melodie stammt aus einem Kirchenlied. Der Refrain ist aus der englischen Ballade "Ten thousand miles away".

 Cyntia Rammel

  

Strophen plattdeutsch:

2. Dat Deck weer von Isen, vull Schiet und vull Schmeer,
dat weer de Schietgäng ehr schönste Pläseer.


3. Dat Logis weer vull Wanzen, de Kombüüs weer vull Dreck,
de Beschüten, de löpen von sülben all weg!


4. Dat Soltfleesch weer gröön un de Speck weer vull Maden,
Kööm geew dat blooß an'n Wiehnachtsabend.


5. Un wull'n wi mol seil'n, ick segg dat jo nur,
denn lööp he dree vörut und veer werrer retur.


6. As dat Schipp, so weer ok de Katein
de Lüüd för dat Schipp wörrn ok blooß schanghait.

 

"Übersetzung":

1. Ich habe mal den Hamburger Viermaster gesehn. Die Masten waren so krumm wie die Beine des Kapitäns.

2. Das Deck war voll Eisen, voll Dreck und voll Schmiere. Das war des Schrubbkommando‘s schönste Pläsier.

3. Die Kombüs war voller Wanzen, die Kajüt‘ war voll Dreck. Der Schiffszwieback, der lief von selber weg.

4. Das Salzfleisch war schimmlig-grün und der Speck voller Maden. Und Köm (Schnaps) gab es bloß am Weihnachtsabend.

5. Und wollten wir mal segeln, ich sag‘ euch das nur, dann lief er drei (Faden) voraus und vier wieder retour.

6. Und wie das Schiff war auch der Kapitän. Die Leute fürs Schiff waren auch bloß Schanghait. (gewaltsames Rekrutieren von Seeleuten)

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