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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Käptn Schwarz

Ein Hamburger Original

Er hat die blauesten Seemannsaugen der Welt, das flotteste Mundwerk diesseits und jenseits der Elbe, die leckersten Fischbrötchen von ganz Hamburg und seine Barkasse „Nina" stellt locker jeden großen Pott aus Rio, Bombay und Shanghai in den Schatten.

Käptn Schwarz, sein Schiff und sein Schnellimbiss am alten Elbtunnel sind eine Institution und eine Hafenrundfahrt mit ihm ein Muss. Der zwischen Reeperbahn und Hafenkai aufgewachsene Schiffer  kennt wie kein anderer sein Hamburg, egal ob vom Wasser aus betrachtet oder festlandseitig.  Lauscht man seinen Geschichten, von denen man nie genau weiß, wo die Wahrheit aufhört und das Seemannsgarn beginnt, offenbart sich einem ein ganz anderes Hamburg. Ein Hamburg jenseits des obligatorischen Stadtführerbildes, gesehen mit den Augen eines „Urgesteins". 

„Wenn die Fragen zu schwer werden, zwingen Sie mich zum lügen", sprichts mit einem Augenzwinkern  und lässt augenblicklich die nächsten (un)glaubliche Döntjes (Anekdoten, Geschichtchen) vom Stapel. Der Käptn beherrscht sein Geschäft und liebt seinen Job. An Bord seiner Barkasse wird viel gelacht, wer mit ihm unterwegs ist, kriegt feinsten Hamburger Slang zu hören. Man lernt, dass „lütt un lütt" Plattdeutsch ist und für einen Korn steht, der schnell gekippt und mit Bier nachgespült wird, dass nicht alle Menschen in Frauenkleidern wirklich Frauen sind, dass Willi Bartels, der König von St. Pauli, ein kleiner Kerl mit einer übersichtlichen Frisur  ist und ein Punk mit Namen "Dr. Marbuse" das Vereinslogo mit dem Totenkopf vom FC St. Pauli erfunden hat.

Steuert dann die Nina ihren Liegeplatz an, sind alle zufrieden und aus einer einfachen Barkasse ist ein „Kahn der fröhlichen Leute" geworden.
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