Hamburg Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.hamburg-lese.de
Unser Leseangebot

Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Hamburger Brauner Kuchen, auch „Kemmscher Brauner Kuchen“

Hamburger Brauner Kuchen, auch „Kemmscher Brauner Kuchen“

Herbert Kihm

Hamburgische braune Kuchen sind (ursprünglich) flache, rechteckige Plätzchen, die mit viel Rübensirup und zahlreichen Gewürzen kross gebacken werden, in runder Form werden sie Helgoländer Nüsse genannt.
Das Rezept wurde im Jahr 1782 in der Altonaer Konditorei und Bäckerei Kemm, Lange Straße 10, von Johann Georg Kemm entwickelt und blieb bis 1889 in Familienbesitz.

Karl Kemm übertrug die Rezepteverwertung und das Geschäft an Heinrich Flentje, der 1903 am Lokstedter Steindamm eine Kuchenfabrik errichtete. Der Flentjesche Familienbetrieb firmierte bis 1994 unter J. G. Kemm GmbH.

Hier nun ein altes Rezept für alle, die nicht ein Familienrezept ihr Eigen nennen können:

1500 g Mehl (Typ 405)
450 g Zuckerrübensirup (z.B. Grafschafter Goldsaft)
450 g Zucker
½ Tüte Zimt
300 g Butterschmalz
Eine Prise Muskat
Eine Prise Salz
250 g Mandeln(gemahlen)
12 g Hirschhornsalz
10 g Pottasche (z.B. Ostmann)
125 ml Rosenwasser (Drogerie, Apotheke)

Wer es noch einfacher haben möchte, nimmt fertiges Lebkuchengewürz, dann fehlt allerdings die persönliche Note.

Zubereitung:

Den Sirup mit dem Zucker und dem Fett in einem Topf bei leichter Hitze zerlassen und so lange rühren, bis sich die Bestandteile verbunden haben. Die Masse in eine Rührschüssel (am besten Küchenmaschine) umfüllen. Das Mehl mit Pottasche, dem Hirschhornsalz und den Gewürzen vermengen und unter stetigem Rühren in die Zuckermasse einrühren. Langsam unter weiterem Rühren das Rosenwasser und die gemahlenen Mandeln hinzufügen. Teig dünn ausrollen und einige Tage ruhen lassen.

Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. Zum Backen dann kleine Teigstücke sehr flach ausrollen (ca. 1 - 2 mm), mit dem Rändelrad in ca. 5 cm x 5 cm große Stücke teilen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Ca. 8 - 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die Plätzchen fangen erst an zu glänzen und werden dann wieder matt. Der volle Geschmack entwickelt sich erst nach ein, zwei Tagen. In Blechdosen verpackt halten die Plätzchen wochenlang.

***** 

Bilderquellen:

Hamburger Brauner Kuchen, rezeptewiki.org, Timm, creative commons Attribution ShareAlike,3.0
Helgoländer Nüsse, Urheber: Genet, selbst fotographiert, wikipedia, Crearive commons 3.0, nicht portiert.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Die Currywurst
von Herbert Kihm
MEHR
Rote Grütze
von Lisa Neumann
MEHR
Der Hamburger Grog
von Herbert Kihm
MEHR
Anzeige: