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Jürgen Klose
Kennst du Friedrich Schiller? 

Ein kreativer Querkopf mit allerlei Flausen scheint Schiller wohl gewesen zu sein, wenn man ihn mal ganz ohne Pathos betrachtet.

 

Das Alte Land

Der Obstgarten vor den Toren Hamburgs

Der Obstmarschenweg führt auf knapp 100 km Länge durch die südlichen Elbmarschen vorbei an der Hansestadt Stade und durch das Alte Land bis nach Hamburg. Er durchzieht dabei eines der größten Obstanbaugebiete der Welt und ist besonders im Frühling, etwa während der Kirschblüte, überaus sehenswert.

An den Seiten liegen viele traditionelle Obsthöfe; diese oft mehrere Jahrhunderte alten, gepflegten Fachwerkhäuser ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit der Elbmarschen.

Der Name Altes Land hat nichts mit „alt“ zu tun, sondern weist auf die Besiedlungsgeschichte hin. Auf Plattdeutsch heißt das Gebiet Olland (hochd. „Altland“). Dieser Name geht auf die Urbarmachung durch niederländische Kolonisten zwischen 1130 und 1230 zurück.

Das Alte Land ist in drei Meilen gegliedert, die Erste, Zweite und Dritte Meile. Diese Meilen stellen Zonen entlang des Elbufers dar. Die Erste Meile, zwischen den Flüssen Schwinge und Lühe, wurde zuerst eingedeicht und um 1140 besiedelt.

Die Zweite Meile umfasst das östlich davon gelegene Gebiet zwischen Lühe und Este, dessen Eindeichung Ende des 12. Jahrhunderts abgeschlossen war. Die Eindeichung der Dritten Meile zwischen Este und Süderelbe wurde erst Ende des 15. Jahrhunderts abgeschlossen, da das Gebiet besonders stark durch Sturmfluten gefährdet und betroffen war.

Apfelanbau in Rübke im Alten Land mit Blick auf Neuenfelde
Apfelanbau in Rübke im Alten Land mit Blick auf Neuenfelde

Das Alte Land ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas. Bereits 1320 ist der Obstanbau im Alten Land nachweisbar, 1657 wurden 202 Hektar mit Obst bewirtschaftet und 1787 wurde dokumentiert, dass es im Alten Land "Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Nüsse und alle Arten in enormer Menge gibt".

Heute werden an der Niederelbe mit dem Kerngebiet Altes Land 10.500 Hektar mit Obst bebaut und rund 300.000 Tonnen Äpfel im Jahr geerntet. Die Anbauflächen verteilen sich auf ungefähr 90% Äpfel, 6% Süßkirschen, die restlichen 4% machen Birnen, Pflaumen, Zwetschen und Beerenfrüchte aus.

Die Obstblüte ist die beliebteste Zeit für Gäste im Alten Land - und ist auch sicherlich die schönste Zeit! Jedes Jahr wird das Alte Land im Frühjahr für ca. 3 Wochen in ein Meer aus rosa und weißen Blüten getaucht.

Zuerst sieht man immer die wundervolle weiße Blütenpracht der Kirschbaumblüte, denn diese setzt zuerst ein. Etwas später setzt dann die Apfelbaumblüte ein, die das Land in rosa Blütenmeer verwandelt.

Generell lässt sich sagen, dass die Blüte die letzte Woche im April bis zehn Tage in den Mai hinein besteht.Das ist natürlich nur eine vage Zeitangabe, abhängig ist die Blütezeit natürlich von der Natur, das heißt konkret von der Witterung.

Und hier nun noch ein Rezept für einen Apfel-Streusel-Kuchen:

700 g Äpfel, 100ml Zitronensaft, 375 g Mehl, 175 g Zucker, 250 g Butter, 2 Eier, 1 Pkt.

Vanillinzucker, 250 g Magerquark, 50 g Zucker, 25g Gries; Puderzucker.

Äpfel waschen, vierteln, 3 Min. in Zitronensaft dünsten.

Streuselteig: Mehl und Zucker mischen, geschmolzenes Fett darüber gießen, mit einem Handrührgerät zu Streuseln verarbeiten.

2 EL Mehl über die Streusel streuen, in einer Schüssel durchschütteln,

Eier trennen, Eiweiß und Vanillinzucker steif schlagen,

Eigelb, Quark, Zucker und Grieß verrühren, den Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Springform fetten (24 cm Ø, Streusel zur Hälfe einfüllen, andrücken, Äpfel, dann Quark darauf verteilen, restliche Streusel darauf verteilen.

Backen: 160-180°C, Umluft, ca. 50-55 Minuten. Mit Puderzucker bestäuben und dann:


Smakelk Eten!*

*Guten Appetit! (ostfriesisch)

*****


Vorschaubild von Herbert Kihm

Apfelanbau in Rübke im Alten Land mit Blick auf Neuenfelde. Urheber; GeorgHH via Wikimedia Commons Gemeinfrei

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